Unschlüssig
Mein Daumen ist momentan ok. Keine Flüssigkeit unter dem Transplantat. Für den Moment. Das kann sich aber wieder ändern...also weiter beobachten. Das kenne ich ja schon.
Ich beginne mich immer mehr zu verstehen. Heute kann ich mal klar denken. Ich habe zwar Gedankenkarussell, aber das ist heute nicht belastend. Eher weiterführend.
Lange Zeit habe ich nicht verstanden, warum ich in einer Therapie zwar Halt und Nähe bekommen kann, aber auf der anderen Seite auch die Autonomie gefördert werden soll. Wenn ich so darüber nachdenke, muss ich mich und meine Erkrankung erstmal selbst verstehen lernen. Und ich muss sie akzeptieren. Wobei ich glaube, letzteres habe ich inzwischen.
Ich frage mich so oft, wie andere Menschen es schaffen, glücklich alleine zu leben. Das habe ich probiert, aber irgendwann wurde ich mir selbst "zuviel". Fehlt da die Selsbstakzeptanz und Liebe zu mir selbst? Mich so anzunehmen, wie ich wirklich bin?
Und was bedeutet eigentlich, ich habe ein "Nähe-Distanz" Problem? 'Geh weg, bleib' hier?' 'Ich kann nicht mit dir, aber auch nicht ohne dich leben"? Zu lernen, dass Abwesenheit, mir wichtiger Menschen, nicht bedeutet verlassen zu werden? Ich den Menschen wichtig bin, auch, wenn wir uns länger nicht sehen und hören?
Was fehlt da, wenn ich das schwer kann: Vertrauen?
Und ich weiss auch immer noch nicht, ob ich wirklich eine neue Therapie, nach dieser, versuche zu beantragen. Mein Bauchgefühl und Befinden sagt mir ja. Aber meine Angst, wieder neues Vertrauen zu jemanden aufzubauen und quasi von vorne anzufangen, die hält mich momentan noch davon ab.
Jetzt werde ich mich erstmal versuchen abzulenken indem ich etwas geocache.
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