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Es werden Posts vom August, 2020 angezeigt.

The Weeknd - Missed You

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M(E)in zweites Leben

 Was ich heute fühle, habe ich noch nie zuvor in meinem Leben gefühlt: Ich könnte lachen und weinen gleichzeitig! Ich bin voller Dankbarkeit für alle die Menschen, die mich in meiner schwersten Zeit begleitet, unterstützt und das Leben gerettet haben! Ihnen allen möchte ich eine virtuelle Umarmung senden. In einer Zeit wo ich dies lieber persönlich machen würde, aber die Umstände unserer Pandemie es einfach nicht zulassen. Vor einem Jahr stand die Zeit für Augenblicke still und erst am heutigen Tag ist mir tatsächlich wirklich so richtig bewusst, wieviel Glück ich hatte. Ich habe großen Respekt vor all denen die sich so fürsorglich und aufopferungsvoll um mich gekümmert haben. Irgendwie schaffe ich es heute kaum meinem Alltag nachzugehen. Zu viele Gefühle und Gedanken. Ich bin irritiert wie man gleichzeitig so viele unterschiedliche Gefühle haben kann. Ich spüre Dankbarkeit, Glück, Freude und gleichzeitig bin ich auch traurig. Traurig, dass ich mich von all den mir helfenden Mensch...

Never forget - heute vor einem Jahr wurde mir quasi das Leben erneut geschenkt

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🙏  

Ein guter Tag

 Nachdem die letzten Tage und Wochen mal wieder fürchterlich waren, geht es mir heute ganz gut. Gut, geweint habe ich auch. Aber nicht so "dramatisch" wie die letzte Zeit. Mein Gesamtpaket von chronischen Schmerzen und psychischer Erkrankung ist echt etwas viel! "Gut", jetzt weiss ich warum  ich so extrem fühle und mir vieles so an die Nieren geht...aber mal einfach so "den Schalter umlegen" und alles verändern - sorry, das geht leider nicht. Manche Laien würden sich das vermutlich wünschen, aber ich weiss, dass ich mir Zeit geben muss. Und ich habe mittlerweile auch begriffen und mir eingestanden, dass ich immer therapeutische Unterstützung benötigen werde. Ich habe damit kein Problem. Bin nur mal gespannt, ob die Krankenkasse da mitspielt. Weiteres Problem, was mir zur Zeit Kopfzerbrechen bereitet, ist a) der Abschiedsschmerz und b) die langen Wartezeiten für Psychotherapien. Ja, es gibt eine Akutbehandlung. Die werde ich auch anstreben, denn ich weiss, ...

Verstanden fühlen

 In der heutigen Therapiestunde habe ich zum ersten Mal in meinem Leben meine tiefsten, inneren Gefühle erzählt. Das ist schwer, kostet viel Kraft und tut irgendwie immer noch weh... Und es ist für mich ein neues, beruhigendes und erleichterndes Gefühl, verstanden zu werden.  Noch ist mein Kopf voll mit vielen Gedanken, aber ich bin sicher, in ein paar Tagen wird das besser. Es ist so schade, dass ich nun den Therapeuten wechseln muss. Ich hätte so gerne weitergemacht, denn ich spüre, dass ich allmählich an meinen "wunden" Punkt komme. Und ich spüre, dass ich auch stärker werde. Alles braucht seine Zeit. Und ich weiss, ich werde noch viel Unterstützung brauchen. Trotzdem zerreissen mich Abschiede. Da kann ich mich noch so lange und gut darauf vorbereiten, es tut immer noch sehr weh! Was kann ich tun, wie kann ich mit meiner Erkrankung die starken Gefühle abmildern?  Auch, wenn das Thema schmerzt, trotzdem bin ich sehr erleichtert, dass mein Therapeut mal wieder haargenau ...

Zerrissen

Ich sitze auf dem Balkon, schaue in den Starkregen und versuche weiterhin das Unabänderliche zu akzeptieren und emotional damit umzugehen: das Therapieende. Natürlich war mir von Anfang an bewusst, dass eine Therapie endet. Und, dass ich damit immense Schwierigkeiten habe,        das habe ich gleich zu Beginn der Therapie gesagt. Trotzdem fühle ich mich gerade fürchterlich "zerrissen". Ich schwanke zwischen "ich schaffe das" und "ich glaube ich werde in meinen Tränen 'ersticken'". Und doch: ich habe das alles so gewollt! Weil ich nicht mehr leiden möchte. Doch zwischen Theorie und Praxis ist ein himmelweiter Unterschied.  Ich würde in der nächsten Sitzung so gerne erzählen, was mich bewegt. War es nicht so, dass wir uns in der Therapiestunde alles erzählen können? Warum dann nicht auch schonungslos offen, dass ich das Gefühl habe den Abschied nicht zu schaffen? Es mich innerlich zerreisst, bei dem Gedanken daran. Meine Emotionen mich übermannen. Si...

Unschlüssig

 Mein Daumen ist momentan ok. Keine Flüssigkeit unter dem Transplantat. Für den Moment. Das kann sich aber wieder ändern...also weiter beobachten. Das kenne ich ja schon. Ich beginne mich immer mehr zu verstehen. Heute kann ich mal klar denken. Ich habe zwar Gedankenkarussell, aber das ist heute nicht belastend. Eher weiterführend.  Lange Zeit habe ich nicht verstanden, warum ich in einer Therapie zwar Halt und Nähe bekommen kann, aber auf der anderen Seite auch die Autonomie gefördert werden soll. Wenn ich so darüber nachdenke, muss ich mich und meine Erkrankung erstmal selbst verstehen lernen. Und ich muss sie akzeptieren. Wobei ich glaube, letzteres habe ich inzwischen.  Ich frage mich so oft, wie andere Menschen es schaffen, glücklich alleine zu leben. Das habe ich probiert, aber irgendwann wurde ich mir selbst "zuviel". Fehlt da die Selsbstakzeptanz und Liebe zu mir selbst? Mich so anzunehmen, wie ich wirklich bin? Und was bedeutet eigentlich, ich habe ein "Nähe-Dis...

Gefühle, Gefühle, Gefühle...

 Sie überschwemmen mich. Die Gefühle. Der Flügelschlag eines Vogels, sogar der löst Emotionen in mir aus. Zur Zeit sind es wieder viel zu viele Emotionen, die ich kaum noch sortiert bekomme... Ich bin sooo müde! Vom Kämpfen. Von der Suche nach Halt und Sicherheit. Eigentlich möchte ich nicht mehr. Das tut alles so verdammt weh. Mich selber trösten...ja, klappt immer besser. Aber ich hätte trotzdem gern jemanden, bei dem ich mich fallen lassen kann. Dem das Trauma nicht zu viel wird. Der mich auch ohne Worte versteht. Mich überhaupt versteht.  Nachvollziehen kann, wenn ich scheinbar ohne Grund anfange zu weinen. Ich bin so traurig... Und jetzt zum Doc. Ein Jahr nach der Daumen OP scheint er wieder entzündet... Ich kann gefühlt nicht mehr! 😪