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Es werden Posts vom Oktober, 2020 angezeigt.

Depersonalisation

Die Nacht ging so einigermassen. Das neue Medikament lässt mich schnell einschlafen, aber in der Nacht werde ich trotzdem 1-2 Mal wach. Ich komme gerade von draußen und bin schweißgebadet. Der Grund: ich hatte seit langem mal wieder eine Depersonalisation. Resultat war, dass ich mein eigentliches Vorhaben gecancelt, den Rückweg angetreten und mich in einen Kiosk "geflüchtet" habe. Atemübungen haben etwas geholfen, als es ein wenig besser war habe ich den Kiosk verlassen und bin einkaufen gegangen. Schon als ich den Einkaufswagen schob, merkte ich, dass die Depersonalisation verschwunden war. Ich werde heute mit Sicherheit nichts anstrengendes mehr machen. Ich bin froh nicht alleine zu wohnen, denn sonst wäre jetzt der Zeitpunkt in die ZNA zu gehen! Hinzu kommt, dass sich an meinem transplantiertem Daumen eine Spannungsblase gebildet hat. Mit Sorge verfolge ich auch die aktuelle Corona Entwicklung, denn ich habe Angst, dass aufgrund dessen meine Aufnahme in einer Klinik gefähr...

Schlimm

 Gar nicht gut geht es mir. Das habe ich mir fast schon gedacht, dass es nach Therapieende so kommen wird... Letzte Woche ging es mir noch schlechter, heute Vormittag war es erst einigermassen okay, aber gegen Nachmittag wurde es immer schlechter.  Mittlerweile habe uch eine halbe Atosil genommen, die aber kaum wirkt und versuche mit skills und Ablenkung (Handarbeiten und Fernsehen) eine Krise abzuwenden. Das neue Medikament, was ich von meinem Schmerztherapeuten bekomme habe, wirkt des nachts ganz gut und auch meine Schmerzen sind etwas erträglicher.  Meine Intrusionen nehmen zu und heute Nachmittag hatte ich draussen fast eine Dissoziation. Da ich aber jetzt weiss was es ist, bekomme ich keine Panik mehr dabei. Ich hoffe sehr, dass ich bald wieder therapeutische Hilfe habe, denn alleine schaffe ich es tatsächlich nicht. Solange muss ich irgendwie durchhalten, mich in radikaler Akzeptanz üben und versuchen an irgendetwas positives zu denken.

Tag 5 - Allein und doch nicht allein?

 Heute geht es mir etwas besser. Ein harter Kampf. Mir geht es aber immer noch kritisch. Katastrophal ist der Zustand in dem ich mich gerade befinde. Zähne zusammenbeissen. Wenn das alles so einfach wäre... Momentan geben mir meine Söhne die Kraft, die ich brauche. Sie sind mein Anker, mein Fels in der Brandung. Ich habe immer noch keinen Plan, wie es weitergehen soll. Keiner scheint so richtig eine Lösung für meine wahnsinnige Traurigkeit zu haben. Ich habe das Gefühl wir waren letztes Jahr schon so nah an der "Lösung" und dann kam mein Unfall. Und jetzt muss ich mein Herz wieder neu öffnem... Ich habe mich fast überall angeneldet: stationär, teilstationär, PIA, Vorsprachen bei anderen Therapeuten. Aufgrund COVID schwierig mit der stationären Aufnahme. Ich scheine stark, aber ich bin es nicht. Ich stehe am Abgrund und noch ein Schritt und ich stürze ab! Heute zuviel gelaufen und jetzt auch noch wahnsinnige Schmerzen! Es tut weh! Alles!

Tag 4 nach Therapieende

 Eigentlich ist mir so gar nicht nach schreiben, aber nachdem es mir vorhin wiederholt so richtig schlecht ging, habe ich mich nun doch für diese Zeilen entschieden. Ich leide. Trotz Urlaub, Ablenkung und skills. Dabei will ich das gar nicht. Ich habe wirklich gedacht, ich schaffe das! Ich habe die Kraft! Aber ich muss gerade feststellen, ich schaffe es nicht allein. Nur mit professioneller Hilfe. Jetzt also doch Therapeutenwechsel. Ich habe Angst! Wieder alles von vorne?! Nochmal erzählen, nochmal Vertrauen aufbauen. Manchmal glaube ich, die anderen halten mich für viel stärker als ich bin. Jetzt habe ich eine neue Diagnose: leichte ADHS. Und was ist mit Borderline? Ich kann meine Gedanken und Gefühle nicht so einfach abschalten. Ich bin doch keine Maschine! Vorhin draussen, am Meer  dachte ich, ich breche gleich weinend zusammen. Ich habe das Gefühl ich schaffe es nicht mehr. Und ich will auch nicht mehr! Und das extrem seit meinem Unfall letztes Jahr. Ich schaue nur noch vo...