Depersonalisation

Die Nacht ging so einigermassen. Das neue Medikament lässt mich schnell einschlafen, aber in der Nacht werde ich trotzdem 1-2 Mal wach.
Ich komme gerade von draußen und bin schweißgebadet. Der Grund: ich hatte seit langem mal wieder eine Depersonalisation. Resultat war, dass ich mein eigentliches Vorhaben gecancelt, den Rückweg angetreten und mich in einen Kiosk "geflüchtet" habe.
Atemübungen haben etwas geholfen, als es ein wenig besser war habe ich den Kiosk verlassen und bin einkaufen gegangen. Schon als ich den Einkaufswagen schob, merkte ich, dass die Depersonalisation verschwunden war.
Ich werde heute mit Sicherheit nichts anstrengendes mehr machen. Ich bin froh nicht alleine zu wohnen, denn sonst wäre jetzt der Zeitpunkt in die ZNA zu gehen!
Hinzu kommt, dass sich an meinem transplantiertem Daumen eine Spannungsblase gebildet hat.
Mit Sorge verfolge ich auch die aktuelle Corona Entwicklung, denn ich habe Angst, dass aufgrund dessen meine Aufnahme in einer Klinik gefährdet sein könnte. Meine Intrusionen sind furchtbar stark und bringen mich an den Rand meiner Kräfte. Ich bin sicher: wäre der Unfall mit meinem Daumen nicht gewesen, so würde es mir jetzt definitiv besser gehen! Ich bin dankbar für das was ich bereits in der Therapie gelernt habe. Das hilft mir in solchen Situationen wie jetzt weiter. Auch habe ich mir eine Playlist mit Songs erstellt, die zum Inhalt "Du bist nicht allein/I'll be there for you" haben. Ich hoffe, dass ich bald wieder gute therapeutische Unterstützung haben werde. Noch inständiger hoffe ich jedoch, dass es nicht 5 Jahre dauern wird, bis ich wieder mit dem Therapeuten zusammen arbeiten kann, der mir bereits die letzten 2 Jahre geholfen hat.
Jetzt werde ich erstmal etwas Selbstfürsorge betreiben und versuchen positiv zu denken. Es ist so verdammt schwer!

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