Mein Kopf spinnt
Es geht mir mal wieder hundeelend!
Mein Kopf macht was er will, ich weiss was ich zu tun hätte, aber mir geht es zu schlecht um es anzuwenden.
Schrittweise versuche ich meine skills zu nutzen, mich abzulenken.
Wieder klare Gedanken zu fassen.
Ich weiss gerade nicht, ob es wirklich so eine gute Idee war mich vor 2 Jahren selbst meiner Traumaaufarbeitung / meiner Vergangenheit zu stellen.
Ich wusste, dass es anstrengend und schmerzhaft wird. Ich wusste auch, dass ich es ohne gute Unterstützung nicht schaffen werde.
Aber jetzt frage ich mich wiederholt: muss ich bei jeder Krise aus der ich selbst nicht herauskomme in die ZNA? Die Frage ob ambulante Psychotherapeuten Krisengespräche anbieten, habe ich mir inzwischen selbst beantworten können.
Ja, die gibt es, aber grösstenteils sind es private Praxen und meine Krankenkasse macht keine Kostenerstattung.
Wie soll man denn da ruhig bleiben, geschweige denn mit dem Trauma und der daraus resultierenden Erkrankung vernünftig umgehen?
Ich frage mich, ob die Ärzte und Therapeuten wirklich wissen, wie schlecht es einem als Patient manchmal geht.
Und, dass ein einziges Gespräch "Wunder" bewirken kann.
Was mich betrifft: ein Krisengespräch bedeutet für mich nicht, dass, ich nicht bereit bin, selbstständig handeln zu wollen. Ich weiss, das ist früher oder später Ziel dieser Therapie.
Was aber, wenn ich noch nicht so weit bin? Mir es aufgrund anderer, nicht vorhersehbarer Umstände, wieder deutlich schlechter geht? Ich meine hiermit meine Notfall Ops. 8 Wochen in der Klinik, die mir die entscheidenden Schritte mit meiner Erkrankung weiterzukommen zunichte gemacht haben.
Wie ich mich gerade fühle? Nun, ich habe mal wieder das Gefühl es nun doch "alleine" schaffen zu müssen. Weil es die Regelung so vorgibt: Therapie fast zu Ende und nun sollte ich soweit selbstständig sein!? Ich weiss nicht, ob diese Vermutung der Tatsache entspricht, aber es scheint mir doch sehr plausibel. Allein: ich schaffe es gerade nicht allein. Ich bräuchte ein therapeutisches Gespräch!
Was soll ich denn in der Notaufnahme, wo mich der diensthabende Psychiater nicht im Geringsten kennt? Abgesehen davon, dass mein Umfeld überhaupt kein Verständnis dafür entwickeln kann, wenn ich soetwas tun würde. Wie kann ich das meinen Therapeuten erklären? Oder liegt es gerade daran, dass meine jetzige Therapie nicht in einer Praxis stattfindet? Ich habe schon öfter das Gefühl gehabt...
Aber, wenn ich keine Kraft habe, dann ist es sehr schwer für etwas zu kämpfen. Ich bin auch sehr irritiert: erst wird mir gesagt ich solle um Hilfe bitten, wenn es mir schlecht geht und nun muss ich doch selbstständig handeln.
Momentan kann ich mal wieder nur hoffen und abwarten, dass diese Phase wieder vorbeigeht. Je länger sie aber dauert umso schwieriger wird es.
Mittlerweile hat sie schon Auswirkungen auf meinen Körper: heute bekam ich heftige Zwischenblutungen.
Schlafen ist auch nicht wirklich erholsam, ich habe nur Albträume.
Trotzdem werde ich mich jetzt zur Ruhe begeben und hoffe, dass ich langsam wieder etwas besser schlafe.
Kommentare
Kommentar veröffentlichen