Seit Mittwoch, 3. Februar 2021 bin ich nun in der Tagesklinik. Und schon mache ich mir wieder selbst ein schlechtes Gewissen, dass ich bereits zum 4. Mal dort bin....
Heute in der Gesprächsgruppe wollte wieder niemand so recht etwas sagen. Also wagte ich mich an mein schwierigstes Thema heran "Abschied". Das hat mich auch sofort emotional total vereinnahmt, sodass ich irgendwann abgeblockt habe.
Mein Wunsch ist es, dass wir uns diesmal (endlich) an mein Trauma heranwagen. Da wir in der ambulanten Therapie die Schema-Modi nicht weiterführen konnten (mein Daumen-Unfall hat mich bis jetzt "verfolgt") möchte ich es in der Tagesklinik ein wenig fortführen.
Ich bin immer noch am weinen, daran hat sich nichts geändert und ich vermute, dass dies auch diese Woche im akademischen Einzelgespräch und Therapiezielgespräch nicht anders sein wird. Ich fühle mich wie ein steuerloses Boot, dass irgendwo hintreibt. Nur niemand weiss wohin. Das Gefühl des Verlorenseins ist wieder präsent und ich versuche mich mit meinem Hobby Handarbeiten und gewerblichen Verkäufen dessen abzulenken. Das klappt leider nur bedingt, denn spätestens in der Nacht verarbeite ich alles in meinen Träumen. Ich weiss nun was auf mich zukommt und dass ich immens viel Kraft aufbringen muss. Ich weiss auch, dass es nach der Tagesklinik vermutlich zu therapeutischen Veränderungen kommen wird. Das tut mir immer noch sehr weh, aber ich versuche mich langsam damit zu arrangieren. Damit bin ich allerdings noch ganz am Anfang und es tut genauso weh, wie Abschiede.
Wir werden sehen, was die Zeit bringt.
Gut ist, dass ich in der Tagesklinik aufgefangen werden kann, wenn ich falle. Und ich hoffe, dass ich nach diesem Aufenthalt ein wenig stabiler bin. Zumindest soweit, dass ich auch mal längere Strecken ohne therapeutische Unterstützung schaffe.
Bleibt oder werdet gesund! 😘
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